Zukunft
Leonhards
vorstadt

Illustration: Anschauen

Wachsende Ausstellung

Hier werden Sie stetig auf dem Laufenden gehalten.

Impressionen aus den Dialogen vor Ort, erste Ergebnisse aus den Aufgabenstellungen und Kurzberichte zu den crossmedialen Veranstaltungen werden nach und nach veröffentlicht.

Blog

​Impressionen von “Die Spezialist•innen”

Wenn sich die Teilnehmer•innen an der Werkstatt am 16. Oktober einig waren, dann darin, dass man den begonnenen Prozess weiterführen muss.

Man müsse diese Chance nutzen, so etwa der Tübinger Baubürgermeister Cord Soehlke – er wünscht der Leonhardsvorstadt, dass sie eine Mitte bekommt, die sich auf die Menschen bezieht, die dort auch leben. Dass es dabei ums Gemeinwohl gehen und der weitere Prozess transparent sein müsse, hat Nina Riewe, Projektleiterin der IBA’27 betont. Michael Kunert von der Stadt Stuttgart hofft, dass der Dialog nicht nur mit denen geführt wird, die die Nachbarn der Neuen Mitte sein werden, sondern auch mit denen, die dort bauen, die die Neue Mitte bewohnen werden. Dafür müsse man, so der Landschaftsarchitekt Gerko Schröder, den Nerv der Leonhardsvorstadt treffen. Und das wird nur möglich sein, wenn die Zusammenarbeit weitergeht, wenn die Transparenz Vertrauen schafft. Christina Simon-Philipp von der HfT Stuttgart wusste auch anhand des Beispiels Heilbronn davon zu berichten, wie ein solcher Prozess aussehen kann. Denn indem die Planung nicht aus der Hand gegeben wird, z.B. durch eine Baukommission, die den Prozess begleiten, kann das Ergebnis und dessen Qualität im Blick behalten werden. Und das könnte dann Vorbild für die ganze Region sein. Hanna Noller von den Stadtlücken wies darauf hin, dass viele andere Städte vor der Frage stehen: Wie aktivieren wir unsere Mitte?

Dass der Prozess ein gemeinsamer sein werde, konnte Carolin zur Brügge, im Amt für Stadtplanung und Wohnen der Stadt die Leiterin der Abteilung Mitte, zusichern: „Wir haben den Spielraum, die Akteure einzubinden. Wir machen das zügig, aber nicht so, dass Innovation und Qualität leiden.“




Fotos: Ferdinando Iannone




​Impressionen vom “Club Neue Mitte”

In den Abstimmungen in der zweiten Werkstatt zur Zukunft der Leonhardsvorstadt, dem Club Neue Mitte, haben sich am 2. Oktober die etwa 50 Teilnehmer•innen klar positioniert. 93 Prozent waren dafür, dass die Neue Mitte durchlässig wird, 86 Prozent wollen eine heterogene Bebauung, die meisten waren für eine moderate Dichte. Glatte 100 Prozent sprachen sich dafür aus, dass das Szenario „Neue Mitte als Gemeinschaftsoase“ bei der Leitbildentwicklung für die Neue Mitte berücksichtigt wird, 93 Prozent waren der Meinung, dass das Erbbaurecht ein sinnvolles Instrument der Quartiersentwicklung ist. (Dabei bleibt das Grundstück im Besitz der Stadt Stuttgart und wird für einen langen Zeitraum verpachtet.) Die „Neue Mitte als Bewegungsraum“ und die „Neue Mitte als Experimentierraum“ standen ebenfalls hoch im Kurs. Und immerhin 55 Prozent waren dafür, die Substanz des Züblinparkhaus zumindest teilweise zu erhalten und kollektiv und gemeinwohlorientiert umzunutzen.




​Impressionen vom Bürger·innensalon

Zur Einführung hob Carolin zur Brügge für die Stadt Stuttgart hervor, dass es im Prozess um eine gesamtheitliche Betrachtung geht: „Wie können wir das Quartier weiterprägen? Wir wollen hier als Stadtreparatur die voneinander getrennten Teile der Leonhardsvorstadt wieder zusammenfügen.“ Für die IBA 27 stellte Nina Riewe das Thema des Verhandelns in den Mittelpunkt: „Jeder hat eine Stimme“.

Von der Straßenbefragung berichtete Marco Zörn, der die Zweiteilung der Leonhardsvorstadt aus den Gesprächen mit vielen Menschen aus den Quartieren bestätigte. Und er teilte die Befürchtung mit: Jugendliche könnten als Verlierer gesehen werden. Sie könnten Flächen im Freiraum verlieren.

In den einzelnen Gesprächsrunden wurde über die Zukunft der Leonhardsvorstadt unter verschiedenen Schwerpunkten diskutiert: Freiraum, Mischung, Inklusion, Neue Mitte.

Ein paar Äußerungen haben wir für Sie eingefangen.

„Ich kenne Personen, die haben hier gewohnt, sind weggezogen, aber kommen immer wieder hier her.“

„Was ist eigentlich ein Begegnungsort für Erwachsene? Wie geht Freiraum jenseits von Konsum und Gastronomie?“

„Wir wollen als anständige Nachbarschaft ernst genommen werden. Mit Prostitution haben wir kein Problem, wenn es fair zugeht.“

„So etwas wie das Dach des Züblinparkhauses, das ist der totale Luxus, mitten in der Stadt einen solchen Freiraum zu haben.“

„Beim Breuninger Parkhaus habe ich nicht das Gefühl, dass da noch etwas zur Diskussion steht.“

„Im Bohnenviertel ist es abends sehr schick. Die Restaurants wollen hier nur ein bestimmtes Publikum haben.“

„Was kann man von der alten Bebauung der Hauptstätter Straße, die für die Stadtautobahn nach dem Krieg abgerissen wurde, wieder zurückfordern?“

„Alte Menschen werden durch die Bürgersteige behindert. Sie sind zu schmal und die Bordsteine sind zu hoch.“

„Das Züblin-Parkhaus könnte auch umgenutzt werden.“

„Was ist eigentlich das Material von Stuttgart?“

„Wer entscheidet am Ende eigentlich?“

Einig waren sich die Teilnehmer•innen darin, dass der Prozess und der Austausch mit der Bürgerschaft noch weit über das Jahr 2020 hinaus erfolgen muss, um gute Ergebnisse hervorzubringen.

Vielen Dank an Alle, die dabei waren und mitgemacht haben. Es war ein spannender Abend mit anregenden Diskussionen und Ideen für die Zukunft der Leonhardsvorstadt!




Fotos: Ferdinando Iannone




Sieht so bald die neue Mitte der Leonhardsvorstadt aus? – Ihre ersten Ideen

Wollen Sie auch die Neue Mitte bauen? Kommen Sie in den Projektraum vorbei oder leihen Sie sich den Städtebausimulator aus. Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Bauen Sie die neue Mitte!

Nach Absprache können Sie sich den Städtebausimulator ausleihen und Ihre Neue Mitte bequem von zuhause aus bauen.
Sprechen Sie uns direkt im Projektraum an oder schreiben Sie uns unter hallo@zukunft-leonhardsvorstadt.de

Das Planspiel ist gestartet!

Wir haben geöffnet! Seit Montag, den 17. August ist der ehemalige Waschsalon in der Katharinenstraße 21 unsere zentrale Anlaufstelle für das Planspiel Zukunft Leonhardsvorstadt.

Dienstags, Donnerstags und Samstags von 16 bis 19 Uhr kann man sich hier informieren und über Ideen für die Leonhardsvorstadt diskutieren. Hier können Sie sich am Planspiel beteiligen und mitverfolgen, was sich andere für die Zukunft wünschen.

Unser Team ist nun auch mit einem mobilen Stand in der Nachbarschaft unterwegs, informiert, hört zu und nimmt auf, was Sie gerne zur Zukunft der Leonhardsvorstadt weitergeben möchten.

Wie auch immer Sie sich einbringen – wir freuen uns auf Sie und Ihre Ideen!

Foto: Ferdinando Iannone

Expert•innen­beiträge

Beiträge zu den Themen Ko-Produktion und Öffentlicher Raum

Zur Einstimmung auf den Bürger·innensalon am 18. September haben wir zwei Expertinnen eingeladen, Beiträge zu den Themen Ko-Produktion und Öffentlicher Raum zu gestalten.

Ko-Produktive Stadtentwicklung • Dr. Josefine Fokdal

Der erste Beitrag mit dem Titel Ko-Produktive Stadtentwicklung ist von der Forscherin und Dozentin Dr. Josefine Fokdal vom Institut für Internationalen Städtebau der Universität Stuttgart. Sie erklärt, was mit Ko-Produktion von Stadt gemeint ist und wie wir alle einen Beitrag für unsere Stadt leisten können.





Öffentlicher Raum als Ort der Teilhabe und Inklusion • Prof. Dr. Constanze A. Petrow

Der zweite Beitrag mit dem Titel Öffentlicher Raum als Ort der Teilhabe und Inklusion ist von Prof. Dr. Constanze A. Petrow, Professorin für Freiraumplanung und Gestaltung an der Hochschule Geisenheim. Sie beschreibt die Funktion und Anforderung des öffentlichen Raumes anhand vieler internationaler Beispiele.

Viel Spaß beim Anschauen!







Download

13.10.2020: Zwischenergebnisse aus Beteiligung • Phase 1+2

Die Schärfung der Gesamtvision für die Zukunft der Leonhardsvorstadt sowie erste Ansätze zur konkreten Entwicklung der Neuen Mitte können Sie hier als Zusammenfassung der Ergebnisse aus der ersten und zweiten Beteiligungsphase herunterladen.

Ergebnisse aus Beteiligung - Phase 1 + 2




18.09.2020: Bürger•innensalon • Präsentation

Die Präsentation zum Bürger•innensalon finden Sie hier zum Download bereit, mit Zwischenergebnissen aus der Beteiligung sowie Beiträgen vom Amt für Stadtplanung und Wohnen und der IBA’27 StadtRegion Stuttgart.

Präsentation Bürger•innensalon zum download




17.09.2020: Zwischenergebnisse aus Beteiligung • Phase 1

Die erste Phase der Beteiligung zur Erarbeitung einer Gesamtvision für die Leonhardsvorstadt ist abgeschlossen. Die Ergebnisse finden Sie hier zum Download bereit.

Ergebnisse aus Beteiligung - Phase 1